Methode

EMDR - Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen

Steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Inzwischen gibt es zu diesem Verfahren zahlreiche Studien und Auszeichnungen – EMDR ist seit 2013 von der Weltgesundheitsorganisation als wirksame Methode der Behandlung von Posttraumatischer Belastungsstörung anerkannt worden.

Was ist EMDR?

Wenn Erinnerungen den Alltag bestimmen

Wenn Dich Erinnerungen, akut schwer Belastendes, oder Unverarbeitetes aus der Zeit Deiner Kindheit und Jugend einholen, nachts als Albtraum auftauchen oder durch Trigger immer wieder Deinen Alltag begleiten, stimuliert diese Methode Dein überlastetes Verarbeitungssystem, indem es dieses stimuliert.

Dieser Ansatz arbeitet mit der wechselseitigen Stimulation beider Gehirnhälften: traditionell folgt der Klient den sich hin- und herbewegenden Hand- und Fingerbewegungen des Therapeuten. Die Stimulation kann genauso wirksam akustisch oder durch Tapping erfolgen. Dadurch beginnt das System des Klienten bisher zu überfordernde Ereignisse und Erinnerungen zu „verdauen".

Es ist ein in 8 Phasen strukturierter Prozess, strukturiert für den Therapeuten wie den Klienten, und eignet sich für die Bewältigung von Symptomen nach traumatischen Erlebnissen. Diese Struktur gibt auch Kontrolle und Orientierung – zwei Bedürfnisse und Werte, die im Zusammenhang mit Trauma oft schwer erschüttert oder komplett verloren gegangen sind.

Struktur

Ein Prozess in 8 Phasen

Die klare Struktur gibt sowohl Therapeutin als auch Klientin Orientierung und Kontrolle – gerade das, was Trauma oft nimmt.

1

Anamnese & Geschichte

2

Stabilisierung

3

Bewertung

4

Desensibilisierung

5

Verankerung

6

Körper-Check

7

Abschluss

8

Überprüfung

Eignung

Für wen eignet sich EMDR?

EMDR eignet sich bei

  • Erinnerungen, die Dich einholen oder nachts als Albtraum auftauchen

  • Triggern, die immer wieder den Alltag begleiten

  • Unverarbeitetem aus Kindheit und Jugend

  • Symptomen nach traumatischen Erlebnissen

  • Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS)

Besonders wertvoll wenn

  • Kontrolle und Orientierung im Prozess wichtig sind

  • Verbale Therapie allein nicht ausreicht

  • Das Verarbeitungssystem überlastet ist

  • Struktur und klare Schritte Sicherheit geben

WHO-anerkannt seit 2013

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Franziska Nürnberger

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